Hysterektomie

12.08.2020
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Die Gebärmutter ist ein Muskelorgan des Fortpflanzungssystems. Die Gebärmutter steht hauptsächlich für die Entwicklung des Embryos, Austragen und Geburt des Fötus. Falls eine Frau nicht schwanger ist, ist die Gebärmutter direkt am Menstruationszyklus der Frau beteiligt.

Es gibt viele Erkrankungen der Gebärmutter: Endometriose, gutartige Neubildungen, Onkologie und andere. Die meisten davon können behandelt werden und seine Symptome können gelindert werden.Aber ein schwerer Krankheitsverlauf ist auch möglich. Er lässt sich nicht behandeln, verschlechtert die Lebensqualität einer Frau und ist sogar lebensbedrohlich. In diesem Fall empfehlen die Ärzte die Hysterektomie.

Hysterektomie ist eine gynäkologische Operation zum Entfernen der Gebärmutter. Es wird durchgeführt, um eine Frau am Leben zu halten. Das ist eine radikale Operation und wird nur dann durchgeführt, wenn die anderen Behandlungsversuche erfolglos waren. Normalerweise ist diese Entscheidung gemeinsam von einem Konsilium auf individueller Basis getroffen. Dabei werden das Alter des Patienten, das Vorhandensein von Kindern, die Begleiterkrankungen und der aktuelle Zustand der Frau berücksichtigt. Es gibt jedoch auch dringende Situationen, in denen sofortige Maßnahmen erforderlich sind, um das Leben zu retten.

Medizinische Gründe für Hysterektomie

Die Hysterektomie wird nur im Notfall durchgeführt, wenn alle andere Verfahren keine positiven Ergebnisse erbracht haben oder das Leben der Frau bedroht ist.

Typische Krankheiten, bei denen eine Hysterektomie angewendet wird:

  • Pathologische Uterusblutungen. Sie können während der Menstruation auftreten und sind durch verschiedene Erkrankungen hervorgerufen. Man kann große Blutmenge in kurzer Zeit verlieren, was lebensgefährlich sein kann. Wenn andere Methoden die Blutung nicht stoppen können, entfernen die Ärzte die Gebärmutter;
  • Endometriose ist eine schwere Krankheit, wobei sich die Endometriumzellen auf Eierstöcke, Eileiter und andere Organe ausbreiten. Dies geht mit starken Schmerzen, Läsionen, Adhäsionen und Uterusblutungen einher. Endometriose ist häufig mit schwerwiegenden Symptome rückfällig. In letzten Stadien, bei denen eine hormonelle und chirurgische Behandlung nicht hilft, bleibt die Hysterektomie die einzige Möglichkeit;
  • Gebärmuttervorfall. Manchmal kann es aufgrund der Schwäche der Beckenmuskulatur zu einem Vorfall der Gebärmutter kommen. Meistens ist es heilbar, aber manchmal ist es unmöglich und die Gebärmutter muss entfernt werden;
  • Gutartige Neubildungen der Gebärmutter. In dem frühen Stadium sind solche Neubildungen nicht lebensgefährlich und verursachen keine Beschwerden. Tumoren können jedoch häufig sehr groß werden und Gefäße, nebenliegende Organe komprimieren. In diesem Fall ist die Entfernung der Gebärmutter mit dem Tumor empfehlenswert;
  • Bösartige Tumore. Typischerweise lässt sich Gebärmutterkrebs durch eine Vielzahl von Behandlungsverfahren kontrollieren und eindämmen. Der Krebs kann jedoch starke Schmerzen, Blutungen und sogar die Metastasen in anderen Organen verursachen. Um die Ausbreitung des onkologischen Prozesses im Körper zu verhindern, wird die Gebärmutter entfernt;
  • Schwere Uterusschmerzen. Sie können als Symptom für bestimmte Krankheiten oder als hormonelle Unregelmäßigkeit im Menstruationszyklus gelten. Meistens lassen sich die Krankheiten behandeln und die Hormone können korrigiert werden. Es kommt jedoch vor, dass die Behandlung nicht hilft und die Lebensqualität einer Frau drastisch sinkt. Dann empfehlen die Ärzte Hysterektomie;
  • Uterusruptur bei der Geburt. Manchmal tritt während der Entbindung eine Komplikation wie eine Uterusruptur auf. Die Gebärmutter hat eine gute Blutversorgung und deshalb tritt beim Zerreißen sehr starke Blutung auf. Das kann sogar zum Tod einer Frau führen. Der Arzt muss sofort eine Entscheidung treffen und wenn es keine andere Möglichkeit gibt, wird eine dringende Hysterektomie durchgeführt.

Arten von der Hysterektomie

Die Klassifikation basiert auf die medizinischen Anzeigen und deswegen gibt es verschiedene Arten der Hysterektomie, die in bestimmten Fällen angewendet werden:

  •  Subtotale Exspiration – die Gebärmutter wurde entfernt aber Gebärmutterhals bleibt vorhanden;
  •  Vollständige Hysterektomie (Totalexstirpation) – Entfernung der Gebärmutter  mit dem Gebärmutterhals;
  •  Hysterosalpingo-Ovarektomie – Entfernung der Gebärmutter mit Adnexen;
  •  Radikale Hysterektomie – Entfernung der Gebärmutter mit Gebärmutterhals, Adnexen, 1/3 der Vagina, Lymphknoten und Parametrium.

Sie werden auch nach der Art der Durchführung der Operation unterteilt:

  • Offene – offener Zugang durch einen laparotomischen Einschnitt;
  • Laparoskopische – minimal- invasive Operation;
  • Roboter-assistierte – OP ist von einem Roboter durchgeführt;
  • Vaginale – Entfernung der Gebärmutter durch die Vagina;
  • Kombinierte – mehrere Methoden werden verwendet.

Auswirkungen der Hysterektomie

Vor allem verliert eine Frau nach der Operation die Möglichkeit, schwanger zu werden und ein Kind zur Welt zu bringen. Der Menstruationszyklus stoppt ebenfalls. Die Entfernung der Gebärmutter mit Adnexen löst eine vorzeitige Menopause aus.

Zu dieser Zeit beginnen im Körper einer Frau hormonelle Veränderungen. Bei der Frau kann ein endokriner Schock entwickeln. Da es ein plötzlicher Verlust eines Organs betrifft, das von Hormonen gesteuert ist, fühlt sich dieFrau schlecht und verschiedene Begleiterkrankungen können sich auch entwickeln.

Um solche Auswirkungen zu verhindern und Immunsystem zu stärken, wird der Frau eine Hormonersatztherapie verschrieben. Das hilft diese Etappe leichter zu übertragen und Symptome zu minimisieren.

Laut den Studien ist das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einer Ersatztherapie viel geringer.

Empfehlungen nach der Hysterektomie

Wenn die Operation ohne Komplikationen verlaufen ist, kann die Frau normalerweise innerhalb von 5–7 Tagen nach Hause entlassen sein.Eine Rehabilitation nach dem Eingriff dauert ca. 2–3 Monate.

Während der Rehabilitation sollte sich die Frau an folgende Anweisungen halten:

  • Körperliche Aktivität ausschließen, nichts schweres heben (mehr als 2–3 kg) und körperliche Arbeit vermeiden. Außerdem soll man zunächst einen Verband am Unterbauch tragen, um die Muskeln zu unterstützen;
  • In den ersten 2 Monaten kein heißes Bad  nehmen oder in die Sauna gehen. Man soll nur warm duschen;
  • Für eine schnelle Besserung nach der Operation soll man richtig essen. Essen soll ausgewogen sein (mehr Gemüse, Obst, tierische und pflanzliche Proteine, Kohlenhydrate sowie keine Hülsenfrüchte, fetthaltige und frittierte Lebensmittel). Am Anfang wird es empfohlen sich mehr flüssig zu ernähren, um den Darm nicht zu belasten. Im Allgemeinen soll Ihre Ernährung reich an Mikronährstoffen, Vitaminen und anderen Nährstoffen sein;
  • Kegelübungen sind empfohlen, um Blasenprobleme zu vermeiden;
  • Alle verschriebenen hormonellen Medikamente sollen eingenommen werden;
  • In 2 Monaten soll man einen Termin beim Arzt vereinbaren und einen Bluttest machen, um den Hormonstatus zu bestimmen.

Hysterektomie und Sex

Der erste Geschlechtsverkehr sollte nicht früher als 2 Monate nach dem OP geschehen. Normalerweise kann es mit Unbehagen einhergehen, aber dann normalisiert sich alles. Wenn eine Frau gesunde Eierstöcke noch hat, wird  ihr Sexualleben nicht verändert. Der Libido steigt sogar, weil man sich keine Sorgen um eine Schwangerschaft machen muss.

Falls die Eierstöcke entfernt wurden, ist Trockenheit möglich. Deswegen verwendet man zusätzliche Gleitmittel, um Reibung und Schmerzen nicht zu spüren.

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