Die genetische Verwandtschaft des Kindes in einem Programm der Leihmutterschaft

21.07.2021
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Die genetische Verwandtschaft des Kindes in einem Programm der Leihmutterschaft
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Die Leihmutterschaft ist eine assistierte Reproduktionstechnologie, die es teilweise unfruchtbaren Eltern (es muss mindestens das genetische Material eines Elternteils vorhanden sein) ermöglicht, ein genetisch verwandtes Kind zu erhalten.

Das ist ein ziemlich komplizierter und langwieriger Verlauf. Aber er hilft bei solchen hoffnungslosen Diagnosen wie: schweren Fehlbildungen der Gebärmutter, häufigen Fehlgeburten, einem starken unkorrigierbaren hormonellen Ungleichgewicht, dem völligen Fehlen der Gebärmutter oder den onkologischen Erkrankungen, bei denen eine Schwangerschaft kontraindiziert ist. Die Technologie ermöglicht es solch einen Eltern, ihr Kind ohne das Risiko von Gesundheit und Leben zu bekommen.

Leider gibt es viele Mythen und Fehlinformationen über Leihmutterschaft. Besonders wenn es um die genetische Beziehung des Kindes geht. Die Genetik ist eine neue Wissenschaft, die sich gerade entwickelt. Aber heute kann sie diese Fragen beantworten.

Genetische Beziehung zwischen dem Kind und der Leihmutter

Wird das Kind die Gene einer Leihmutter haben? Diese Frage ist für viele verheiratete Paare von Interesse, die am Leihmutterschaftsprogramm teilnehmen möchten. Um sich in dieser Frage auszukennen, muss man verstehen, wie eine Genübertragung bei der einfachen physiologischen Befruchtung abläuft.

Damit ein neues menschliches Leben entstehen kann, werden zwei Geschlechtszellen benötigt: eine Samenzelle und eine Eizelle. Jeder von ihnen trägt 50% vom gesamten genetischen Kode des zukünftigen Kindes. Und wenn sie sich während der Befruchtung miteinander verbinden, entsteht eine völlig neue Zelle. Sie enthält 50% der DNA der Mutter und 50% der Erbinformation vom Vater, demgemäß werden äußere Unterscheidungsmerkmale, Charakter, Verhalten und sogar Krankheit dieselben, wie die bei den Eltern. Die bestimmten Eigenschaften oder Krankheiten hängen davon ab, welches Gen vorhanden ist: Wenn der Vater anfällig für Übergewichtigkeit ist, die Mutter jedoch nicht, dann wird das Kind wie derjenige aussehen, dessen Gene in dieser Richtung stärker sind. Und das Kind wird diese genetischen Informationen vom Moment der Empfängnis bis zum Ende seines Lebens tragen und an seine zukünftigen Kinder weitervererben.

Leihmutterschaft ist eine Methode, bei der die Zellen der biologischen Eltern verwendet werden (wenn es möglich ist). Die Eizelle der Mutter wird punktiert und vom Vater wird das Sperma entnommen. Danach wird unter Laborbedingungen eine künstliche Befruchtung durchführen lassen, wobei sich über mehrere Tage ein bereits vollwertiger Embryo entwickelt. Und erst danach wird er in die Gebärmutter der Leihmutter implantiert. Im Mutterleib wird der Embryo in die Gebärmutterwand implantiert und beginnt sich zu entwickeln und zu wachsen. So bringt eine Leihmutter ein Kind zur Welt und bringt es zur Welt.

Wie wir gesehen haben, kann der vorhandenen keine genetische Information einer Leihmutter hinzugefügt werden. Da das Kind nach der Befruchtung bereits einen eigenen genetischen Code hat, der zu 50% aus der Mutter und zu 50% aus dem Vater besteht. Eine Leihmutter kann einem Kind nur Nährstoffe und nützliche Mikroelemente übertragen, damit es sich voll entfalten kann.

Der Einfluss einer Leihmutter auf ein Kind während der Schwangerschaft

Die Leihmutter kann allerdings die Entwicklung, den Zustand oder das Leben des Kindes beeinflussen. Zwischen der Leihmutter und dem Baby gibt es eine hämatoplazentare Barriere, die das Baby vor Schadstoffen, Infektionen und anderen im Blut der Mutter schwimmenden Dingen schützt, Seine Aufgabe ist es, nur nützliche Spurenelemente durchzulassen, die für das Wachstum benötigt werden. Leider kann sie aber nicht alle vorhandenen Schadstoffe wegwerfen. Zum Beispiel Tabakteilchen, Schwermetalle, Drogen, einige Chemikalien. Sie können zu den Fehlbildungen oder zur Aktivierung einer genetischen Krankheit führen, die in Genen der Eltern angelegt wurde.

Außerdem kann sie nicht vor allen Viren und Bakterien schützen. Demgemäß kann die Leihmutter ein Kind infizieren und es wird mit einer Infektionskrankheit geboren. Aus diesem Grund treten die Leihmutterschaftsagenturen sehr sorgfältig an den Auswahl einer Leihmutter. Potenzielle Frauen werden vollständig untersucht, alle Arten von Tests werden durchgeführt. Sie überwachen auch streng ihren Lebensstil. Das Rauchen und Trinken von Alkohol ist während der Schwangerschaft verboten. Und Drogenabhängige dürfen im Allgemeinen nicht am Programm teilnehmen. Das ist es eine Sache, worum sich Eltern, die an einer Leihmutterschaft teilnehmen wollen, Sorgen machen sollten. Sie sollten nur an die bewährten Agenturen wenden, die alle Untersuchungen und Betreuung der Leihmutter auf sich nehmen.

Eine emotionale Bindung der Leihmutterschaft an das Kind

Natürlich, wie jede Frau, die 9 Monate lang ein Kind austrägt, sein Herz und seine Bewegungen hört, macht sich die Leihmutter auch Sorgen um es. Dies sind jedoch nur Sorgen um das Leben und die Gesundheit des Kindes, das sie zur Welt bringen und an seine Eltern weitergeben muss.

Heutzutage zeigen die meisten Untersuchungen, dass 85-90% von Leihmüttern keine psychologischen Schwierigkeiten mit der Übergabe des Kindes an die biologischen Eltern haben. Dies ist auf viele Faktoren zurückzuführen. Erstens erkennt eine Frau, die sich freiwillig bereit erklärt, an dem Programm teilzunehmen, sofort, dass dies nicht ihr Kind ist, und sie muss es aufgeben.

Zweitens senden alle Agenturen, bevor sie eine Leihmutter in die Datenbank aufnehmen, sie zu einer Konsultation mit einem Psychologen. Er spricht mit ihr, lernt Motive, Lebenserfahrungen und führt auch spezielle Tests durch. So bestimmt er, ob sie nach der Geburt Probleme haben wird. Drittens durchläuft die zukünftige Leihmutter vor Beginn des Programms spezielle Kurse und Schulungen. Die Leihmutter durchläuft ein spezielles Training, in dem ihr alle Details des Programms erklärt werden und ihr beigebracht wird, wie sie sich nicht an das Kind binden soll. Bei ersten Anzeichen einer psychischen Bindung an das Kind wird die Frau an einen Psychologen überwiesen, der mit ihr Therapiesitzungen durchgeführt lassen.

Wem wird das Baby nach der Geburt ähnlich sehen?

Die äußeren Merkmale eines Kindes werden von den Genen der biologischen Eltern geprägt. Sie bestimmen Augenfarbe, Gesichtsform, Typ der Behaarung und Veranlagung zu einen oder anderen Merkmalen. Das Kind wird also zu 50% dem Vater und zu 50% der Mutter ähnlich aussehen. Manchmal kann es mehr auf einer Seite als auf der anderen sein.

Die Leihmutter kann nicht physiologisch gesehen sogar einen kleinen Teil ihres Erbgutes ans Kind weitergeben. Deswegen kann das Kind keine Ähnlichkeiten mit der Leihmutter haben. Es sei denn, sie hat einige Ähnlichkeit mit seinen Eltern. Wenn die Wunschmutter blaue Augen hat und die Leihmutter auch blaue Augen hat, bedeutet dies in keiner Weise, dass das Kind die Augen von der Leihmutter übernommen hat.

Aber manchmal wählt ein Ehepaar auch eine vertraute Person, eine Schwester oder eine Tante als Leihmutter aus. In diesem Fall wird das Kind ähnliche Eigenheiten mit ihr haben. Aber auch dies ist darauf zurückzuführen, dass diese Merkmale im Genom liegen und nicht von der Leihmutter erworben sind.

Muss man einen DNA-Test nach der Entbindung durchführen lassen?

Das ist eine aufregende Frage, die viele Eltern stellen. Gemäß der ukrainischen Gesetzgebung sollen die Ärzte am Ende des Leihmutterschaftsprogramms einen DNA-Test des Kindes und der biologischen Eltern durchführen. Dies geschieht, damit die Eltern die Gewissheit haben können, dass das Kind genetisch mit ihnen identisch ist, und um die juristischen Unterlagen zu erhalten. Dutzende Untersuchungen und Experimente haben gezeigt, dass das Kind immer genetisch identisch mit seinen Eltern ist. Und kein einziger Test in der Welt hat eine Ähnlichkeit mit einer Leihmutter gezeigt. Man muss sich daher keine Sorge machen, dass der DNA-Test keine Ähnlichkeit aufweist.

Denken Sie daran, dass das Kind ganz alles von seinen Eltern erbt, von äußeren Merkmalen über den Charakter bis hin zu genetischen Krankheiten. Von der Leihmutter kann es nur dann eine Krankheit bekommen, wenn sie während der Schwangerschaft keine gesunde Lebensweise geführt, geraucht und Alkohol konsumiert hat. Oder sie hat in dieser Zeit eine Infektionskrankheit davongetragen. Dies wird jedoch streng von einer Agentur für Leihmutterschaft überwacht, die eine Kontrolle auf das Verhalten der Frau ausübt und eine regelmäßige und vollständige Diagnostik ihres gesamten Körpers durchführen lässt.

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