Adenomyosis uteri

11.03.2021
Kategorie:
Adenomyosis uteri
In diesem Artikel:

Heute werden wir Ihnen über eine Gebärmuttererkrankung erzählen, die an dritter Stelle der häufigsten Frauenkrankheiten steht – die Adenomyosis der Gebärmutter.
Davor wollen wir doch einen kurzen Blick auf den Aufbau der Gebärmutter werfen.

Die Gebärmutter ist ein weibliches Organ des Fortpflanzungssystems, das aus drei Schichten besteht:

  • Perimetrium ist äußere, seröse Haut. Sie repräsentiert den Bauchfellblatt, der die Gebärmutter nach außen abdeckt.
  • Myometrium ist die Muskelschicht. Es besteht aus glatter Muskulatur. Durch seine Kontraktionen findet die natürliche Geburt statt.
  • Endometrium ist die innere Uterusschleimhaut. Die Hauptfunktion des Endometriums besteht darin, optimale Bedingungen für die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterwand zu schaffen. Deshalb vermehrt sie sich jeden Monat vor dem Eisprung und wenn keine Befruchtung stattgefunden hat, tritt ihre Funktionsschicht während der Menstruation hervor.

Adenomyosis der Gebärmutter – ist eine gutartige Erkrankung, die durch eine Wucherung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) innerhalb der muskulären Wand der Gebärmutter gekennzeichnet ist.
Tatsächlich wird dadurch die Größe der Gebärmutter deutlich erhöht. Die Krankheit beginnt bei Frauen meist nach 30 Jahren und kann, wenn sie vernachlässigt wird, zur Unfruchtbarkeit führen.

Welche Symptome sind für die Adenomyose charakteristisch?

Die Symptomatik ist abhängig vom Stadium der Erkrankung, dem Alter der Patientin und ihrem allgemeinen Gesundheitszustand.

Es werden folgende Symptome unterschieden:

  • Zyklusstörungen. Verstärkte verlängerte (mehr als 7-8 Tage) und sehr schmerzhafte Periode. Die Ausscheidungen können oft Klümpchen mit dabei haben. Mehrere Tage vor und nach der Menstruation, eventuell brauner, schmierfähige Ausscheidungen.
  • Schmerzen beim Geschlechtsakt.
  • Anormale Gebärmutterblutung, die zwischen den Menstruationsperioden auftritt und von scharfen, stechenden Schmerzen begleitet wird.
  • Ein Blähungsgefühl im Unterbauch aufgrund einer vergrößerten Gebärmutter. Manchmal kann die Gebärmutter um das 2-3fache an Größe zunehmen und die Gebärmutter selbst kann klumpig werden.
  • Eine Frau kann darüber klagen, während des Jahres keine Schwangerschaft erreicht wurde.

Was führt zur Adenomyose?

Heute Gynäkologen können zuverlässig nicht sagen, die Ursache für die Entwicklung der Krankheit.
Hormonelles Ungleichgewicht und ein schwaches Immunsystem sind tatsächlich häufige Ursachen. Adenomyose entsteht häufig nach Gebärmutteroperationen, Aborten, nach Kürettag.

Aber die Ärzte unterscheiden die folgenden Risikofaktoren, die ein Auslöser für die Entwicklung der Krankheit sein können:

  • Große Anzahl von Aborten;
  • Häufige chirurgische Eingriffe an der Gebärmutter;
  • Viele Kaiserschnitte;
  • Chronisch entzündliche Erkrankungen der Gebärmutter;
  • Ein promiskuitives Sexualleben;
  • Verwendung der Kupferspirale;
  • Unkontrollierter Gebrauch von hormonellen Medikamenten;
  • Intensive körperliche Aktivität;
  • Ständiger Stress und Neurosen.

Klassifizierung der Adenomyose

Es werden mehrere Formen der Adenomyose unterschieden:

  • Diffusive – gleichförmiges Wachstum des Endometriums ins Myometrium.
  • Herdförmige – Bildung der separaten Herdbefunde des Wachstums.
  • Knotige – Endometriumzellen breiten sich in Form von Knoten.
  • Gemischter Typ (diffusiv-knotige) – gleichförmiges Wachstum mit der Bildung von Knoten.

Die zweite Klassifizierung basiert auf der Unterteilung der Pathologie in 4 Grade:

  • I Grad – nicht tiefes Wachstum ist nur in der submukösen Membran des Uterus zu beobachten;
  • II Grad – Endometriumzellen dringen bis zu einer geringen Tiefe in das Myometrium ein;
  • III Grad – Die Ausbreitung von Schleimhautzellen erfolgt in den meisten Muskelschichten des kugelförmigen Uterus;
  • IV Grad – Endometriumzellen dringen in der gesamten Tiefe des Myometriums ein, kann sich manchmal die Pathologie auf benachbarte Organe und Gewebe ausbreiten.

Wie kann Arzt die Adenomyose diagnostizieren?

In der Regel hat der Zustand ziemlich ausgeprägte Symptome und sich die Frau wendet sofort an einen Arzt. Und schon beim Gespräch und der gynäkologischen Untersuchung auf dem Stuhl kann man eine Adenomyose identifizieren.

Zur Diagnosesicherung werden eine Ultraschalluntersuchung (einfache und transvaginale), eine Hysteroskopie mit Endometrium-Kürettage und anschließender histologischer Untersuchung sowie eine MRT der Beckenorgane verordnet.

Während dieser Untersuchungen sieht der Arzt an der Form der Gebärmutter, die Dicke der Wände, das Vorhandensein von Neubildungen oder Knoten, die Ausbreitung des Prozesses auf benachbarte Organe. Zur genauen Differenzialdiagnostik untersucht man auch mit den gynäkologischen Abstrichen Flora und Zytologie und Biopsie des Gebärmuttermundes.

Da sich die Größe der Gebärmutter während des Menstruationszyklus normalerweise ändert, wird Ihr Arzt an bestimmten Tagen des Zyklus eine instrumentelle Diagnosemethode verordnen. Auf diese Weise kann er feststellen, ob Auffälligkeiten vorhanden sind.

Um die Ursache der Krankheit zu bestimmen, werden Labortests verordnet: Hormonspiegel der Frau, biochemische Blutanalyse, allgemeine Urin- und Blutanalyse.

Was ist die Behandlung für Adenomyose?

Die Behandlung der Adenomyose wird individuell gewählt, abhängig von der Form der Erkrankung, dem Grad des Prozesses, Begleiterkrankungen, sowie der möglichen Ursache, die provoziert hat.
Oft geht die Krankheit nach dem Einsetzen der Menopause weg und damit die Methode der Behandlung kann auch vom Alter der Frau abhängen.

Unter Berücksichtigung aller möglichen Faktoren kann der Arzt Folgendes verordnen: konservative, chirurgische Behandlung und notfalls Hysterektomie.
Konservativ. Im Anfangsstadium und ohne ausgeprägte Symptome verschreibt der Arzt Medikamente, darunter: entzündungshemmende Medikamente, Hormontherapie und Vitamine zur Aufrechterhaltung des Immunsystems.

Die Anwendung von Beruhigungsmitteln ist nach der Beratung bei einem Facharzt möglich. Oft helfen solche Maßnahmen der Frau und stoppen die weitere Entwicklung der Krankheit und bringen sie in Remission.

Chirurgisch. Bei herdförmigen und knotigen Prozessen werden die Herdbefunde und Knötchen chirurgisch entfernt. Und danach werden es auch medikamentös behandelt, um ein Wiederauftreten zu verhindern.

Manchmal hat sich der Prozess in der gesamten Gebärmutter ausgebreitet und eine konservative Behandlung hilft nicht, und es ist nicht möglich, die separaten Herdbefunde durch eine Operation zu entfernen. Aber die Symptome sind schmerzhaft, bringen Unbehagen und sind manchmal lebensbedrohlich. Dann empfehlen die Ärzte eine radikale operative Entfernung der Gebärmutter. Häufiger wird diese Methode bei jungen Frauen mit IV Grad der Erkrankung und sehr ausgeprägten Symptomen angewendet.

Ist es möglich, ein Baby zu bekommen?!

Frauen mit Adenomyose, die eine Schwangerschaft planen, können während der Behandlung und auch 6 Monate nach dem vollständigen Verlauf nicht schwanger werden.
Aber bei Frauen mit begleitenden Hormonstörungen empfehlen die Ärzte eine In-vitro-Fertilisation.

IVF – In-vitro-Fertilisation ist eine Methode der assistierten Reproduktion. Eine Eizelle einer Frau und ein Spermium eines Mannes werden entnommen und außerhalb des Körpers befruchtet. Die befruchtete Eizelle wird dann in die Gebärmutter der Frau übertragen. Diese Methode erhöht die Chancen, schwanger zu werden und ein gesundes Baby auszutragen.
Und im Falle einer Hysterektomie ist es unmöglich, schwanger zu werden. Daher ist die einzige Methode, ein genetisch eigenes gesundes Kind zur Welt zu bringen lassen, die Leihmutterschaft.

Leihmutterschaft ist eine assistierte Reproduktionstechnologie, die es einer Frau ohne Gebärmutter ermöglicht, ein Kind zur Welt zu bringen. Es besteht aus der Entnahme von biologischem Material (Spermien und Eizellen), deren Befruchtung durch IVF und der anschließenden Übertragung des Embryos in die Gebärmutterhöhle einer anderen Frau, die sich dazu bereit erklärt, das Kind auszutragen und zu gebären.

So hat dieses Verfahren solche positive Aspekte:

  • Kinder werden wie ihre Eltern aussehen;
  • Das Ehepaar wird Kinder haben;
  • Das Baby wird von einer völlig gesunden Frau ausgetragen und geboren, was wiederum die Risiken reduziert;
  • Das Paar ist der genetischen Gesundheit des Kindes sicher und weiß, wie es aussehen wird;

Denken Sie ишееу daran, dass eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Behandlung oft entscheidend für die Behandlung der Adenomyose sind. Und wenn die Krankheit nicht geheilt werden kann und eine Frau ihr eigenes Kind haben möchte, hat die moderne Medizin assistierte Reproduktionstechnologien, die ihr diese Möglichkeit geben!

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