Leihmutterschaft ist in vielen europäischen Ländern wegen des Verstoßes gegen Moral, Ethik und religiöse Vorurteile verboten. Aber was sollen Ehepaare dann machen, die aus dem oder jenen Grund kein Baby bekommen können? Glücklicherweise gibt es Alternativen.
Die Leihmutterschaft in Schweden (sowohl bezahlbar als auch freiwillig) ist gesetzlich verboten. Trotz der Tatsache, dass die Vertreter der Medizin und der Regierung öfters die Möglichkeit einer Legalisierung dieser Methode zur Behandlung von Unfruchtbarkeit erörtert haben, bleibt die schwedische Gesetzgebung unverändert.
Die USA ist das erste Land, in dem die Leihmutterschaft zur Behandlung von Unfruchtbarkeit zum ersten Mal verwendet wurde. Die erste Leihmutter war eine Amerikanerin aus dem Bundesstaat Illinois, die das Kind für das fruchtlose Paar ausgetragen hat und dafür eine finanzielle Vergütung bekommen hat.
Die Leihmutterschaft ist in Portugal eine legale Methode zur Behandlung von Unfruchtbarkeit. Um das Austragen fremder Kinder nicht in ein profitables Geschäft zu verwandeln, hat die portugiesische Regierung es verboten, eine Geldvergütung für Leihmütter zu bezahlen. Die erste Leihmutter in Portugal war eine Frau, die zugestimmt hat, ein Baby für ihre Tochter zur Welt zu bringen.
In den meisten europäischen Ländern ist die Leihmutterschaft verboten. In einigen Staaten ist eine Gesetzesverletzung auf diesem Gebiet mit schweren Strafen verbunden (in Österreich, Deutschland, Frankreich, Norwegen, Schweden, Estland).
Die Leihmutterschaft bleibt die Ursache für die Diskussionen zu einem moralischen und ethischen Thema. Sie wird von der katholischen Kirche nicht anerkannt. In einigen Ländern ist eine strafrechtliche Verantwortlichkeit für die Verletzung des Gesetzes auf diesem Gebiet vorgesehen.
Die Leihmutterschaft ist doch kein neues Phänomen. Seit vielen Jahren vertrauen Frauen die Geburt ihrer Kinder anderen Frauen an. Eine große Anzahl von europäischen Ländern hält diese Art der Bekämpfung der Unfruchtbarkeit für unakzeptabel.
Auf Grund der Gesetzgebund ist die Leihmutterschaft in Singapur gegenwärtig illegal. MKW hat eine Richtlinie veröffentlicht, die Leihmutterschaftsdienste verbietet, und jeder AR-Zentrum, das sich an solchen Aktivitäten beteiligt, kann seine Lizenz ausgesetzt oder annullieren werden.
Hohe Preise für die Leihmutterschaftsdienste in den USA und Europa zwingen fruchtlose Paare in den anderen Ländern nach günstigeren Angeboten zu suchen. Indien galt als Zentrum der Leihmutterschaft, wohin die Wunscheltern aus der ganzen Welt aus diesem Grund gereist sind, bis die Regierung den Ausländern verboten hat, die Dienste indischer Leihmutter in Anspruch zu nehmen.
Wie sieht es jetzt mit dem Gesetz im Bereich der Reproduktionsmedizin in Indien aus?